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Siebmacher 1907

J. Siebmacher
Großes und allgemeines Wappenbuch


Nürnberg 1907

Vitzthum v. Apolda I. (S.-W.)

Vgl. Schenk v. Apolda I., mit welchem Geschlecht sie zusammenhängen. Reich begütert in der Urngegend von Weimar und im Erfurtischen tritt das Geschlecht im 13. Jahrhundert auf und erlosch unter obigem Namen im 17., blüht aber noch unter dem Namen Vitzthum v. Egersberg fort. Das Siegel Bertholds V. v. A. mit der Umschrift Sigillum Bertoldi de Apolda vicedomini v. J. 1252 (Zeitschr. d. Thüring. Gesch.-Vereins IV p. 482, zeigt im
Schild: Drei Aepfel, 2. 1. gestellt.
Anm. Nach 1455 ist George V. v. A. bezeugt. Dietrich V. v. A. lebte noch 1461. Früher werden genannt die Gebrüder Dietrich und Berthold und des Ersteren Sohn Heinrich l279, zu Süssenborn und Berlstedt begütert. Die Gebrüder Dietrich und Berthold V. v. A. sassen 1309 auf Apolda und waren zu Kussebode begütert. Albrecht und sein Vetter Dietrich Pfandherren auf Neumark 1380. 1385. Werner und Bernhard und des letzteren Söhne Haus und Bernhard auf Apolda 1485. Siehe im Allgemeinen Zeitschrift für Thüring. Gesch. IV, 169 ff. Werner und Albrecht V. v. A. 1294.


Vitzthum v. Apolda II. (S.-W.)

Vgl. den vorigen Artikel. Rein (Thur. Sacr. II p. 210) giebt an, dass 1349 Dietrich V. v. A. auf seinem Siegel an einer seine Besitzungen zu Lutzendorf etc. betreffenden Urkunde im
Schilde: "einen krummen Zweig oder Baumstamm" führte, aber ohne Besatz von Aepfeln.
Anm. Ebenso siegelt 1367 Busso V. auf Scheidungen (Rein, 1. c. p. 221) und Nieder-Rossla (lbd. p. 228). Die Gebrüder Apel, Eusso und Bernhard V., alle auf Willerstedt, Matstedt und Pfaffenhausen 1437. Apel V. auf Taunroda 1452.


Vitzhum v. Apolda IIa. (S.-W.)

Vgl. oben S. 2, wo nur der Schild beschrieben ist, während sich nun auch die Helmzier hat ermitteln lassen. Rein, Thur. Saer. II S. 214 giebt an, dass Ritter Dietrich d. Ae, V., Herr zu Apolda und dessen Vtter Ritter Busse V. 1358 "den Apoldaischen Baum" im Schilde führten, welche Bezeichnung offenbar verfehlt ist, demnächst dass das Siegel Bussos V. v. A., Herrn auf Scheidungen 1369 im Schilde und auf dem Helme einen "Zweig" enthält, endlich (Thur. Sacra II S. 231) dass auch das Siegel Bussos V. auf Rosla im Schilde und auf dem Helm "den Baum mit 3 Aepfeln" zeigt. Offenbar ist der gekrümmte Baumstamm mit den 3 Aepfeln gemeint der sich also auch auf dem Helm (wohl senkrecht gestellt) wiederholt, also ganz so, wie es noch jetzt das Wappen der Vitzthum v. Egersberg zeigt, die somit von den V. v. Apolda abstammen.

Schild: Schrägliegender gekrümmter Ast mit 3 Aepfeln besteckt.
Helm: derselbe aufrecht stehend.
Anm.:Ich nehme an, dass die Aepfel auf beiden Seiten des Astes herauswachsen.


Rüxleben (S.-G.)

Rüxleben, alt Rückersleben, ein altritterliches thüringisches, noch jetzt namentlich im Schwarzenburgischen und in Preussen bedienstetes und begüthertes Geschlecht, aus dem Albrecht Anton v. R. auf Anleben (Grafschaft Hohenstein) 1744 F.S. Gothaischer Hofrath war und 1753 war er Geh. Rath und Kanzler zu Altenburgund Probst des Marien-Magdalenen-Stiftes daselbst.
Schild: Von W. und # quergetheilt
Helm: Zwei wie der Schild gezeichnete und tingirte Büffelhörner
Decken: # und w.